Wie fotofrafiere ich am Besten (für den Kita Portfolio Manager – KPM)

Lass uns mal ganz entspannt über Fotografie quatschen und schauen, wie du im Alltag ohne viel Aufwand tolle Bilder hinbekommst.

Warum das Querformat oft die beste Wahl ist: Wir schauen uns die Welt ganz natürlich im Querformat an – unser Sichtfeld ist schließlich eher in die Breite gezogen als in die Höhe. Wenn du im Querformat fotografierst, fängst du eine Szene also viel natürlicher ein. Außerdem ist dieses Format unschlagbar, wenn du die Bilder später, für die Gestaltung einer Portfolioseite mit dem KPM, nutzen möchtest oder sie auf einem Bildschirm, etwa in einer kleinen Dia-Show, präsentieren willst. Gerade wenn sich das Motiv über eine gewisse Breite erstreckt – zum Beispiel eine Gruppe von Kindern, die zusammen etwas aufbaut – hast du im Querformat einfach mehr Platz, um die ganze Geschichte des Moments zu „erzählen“.

Einfache Tricks für professionelle Smartphone-Bilder: Du brauchst heute wirklich keine riesige, schwere Ausrüstung mehr mitzuschleppen. Moderne Smartphones haben oft direkt mehrere Kameralinsen eingebaut, sodass du jederzeit vom Weitwinkel zum Teleobjektiv wechseln kannst. Mit diesen simplen Kniffen holst du das Beste aus der Handykamera (natürlich auch beim üblichen Fotoapparat) heraus:

Linse putzen & stillhalten: Der einfachste, aber oft vergessene Tipp: Wisch kurz über die Linse, bevor du abdrückst, damit keine Fettfinger das Bild unscharf machen. Halte dein Handy beim Fotografieren am besten mit beiden Händen fest, um Verwacklungen zu vermeiden.

Licht ist alles: Licht und Schatten sind die wichtigsten Gestaltungsmittel in der Fotografie. Eine grundlegende fotografische Regel lautet, dass die Technik zweitrangig ist, wenn das Licht fehlt; umgekehrt kann selbst ein Handy ein herausragendes Bild machen, wenn die Lichtbedingungen stimmen.

Hier ist eine detaillierte Ausführung, wie du Licht für deine Fotos optimal nutzt und kontrollierst:

Die richtige Positionierung zum Licht: Achte immer bewusst darauf, aus welcher Richtung das Licht auf dein Motiv fällt. Wenn du eine Person fotografierst, sollte sie niemals direkt vor der Lichtquelle stehen (es sei denn, du möchtest bewusst eine dunkle Silhouette erzeugen). Positioniere dich oder dein Motiv stattdessen leicht seitlich zum Licht, sodass zumindest eine Gesichtshälfte gut ausgeleuchtet wird. Reicht das Licht nicht aus, suche dir einen besseren Platz – gehe im Zweifelsfall nach draußen.

Nutze die magischen Tageszeiten (Goldene und Blaue Stunde): Während Aufnahmen bei normalem Tageslicht oft schon gute Ergebnisse liefern, erzeugst du die wirkungsvollsten Stimmungen zu bestimmten Tageszeiten.

Die „Goldene Stunde“ (kurz nach dem Sonnenaufgang oder kurz vor dem Sonnenuntergang) taucht die Umgebung in ein warmes, harmonisches Licht und erzeugt lange Schatten, die du wunderbar als gestalterisches Element nutzen kannst.

Die „Blaue Stunde“ (die Zeit der Morgen- oder Abenddämmerung) sorgt hingegen für intensive, kühle Blautöne und einen beeindruckenden Wow-Effekt.

Reduziere die Helligkeit manuell für mehr Dramatik Handykameras neigen besonders bei Dunkelheit dazu, Bilder künstlich zu stark aufzuhellen. Tippe auf das Display, um den Fokus zu setzen, und nutze den erscheinenden Helligkeitsregler (oft ein Sonnen- oder +/- Symbol), um die Belichtung gezielt etwas abzudunkeln. Durch dieses bewusste Unterbelichten werden Lichtquellen wie Straßenlaternen oder Weihnachtsbeleuchtungen viel atmosphärischer in Szene gesetzt. Zudem kannst du so eindrucksvoll mit Schatten und Silhouetten spielen. Ungewöhnliche oder lange Schatten lenken den Blick des Betrachters und können, besonders in der Porträtfotografie, Konturen spannend umreißen.

Geduld haben: Beobachte den Hintergrund und die Lichtstimmung. Manchmal dauert es nur wenige Sekunden oder Minuten, bis die Wolken aufreißen oder das Licht den perfekten Winkel erreicht hat – diese Geduld macht oft den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen und einem perfekten Foto aus.

Die Drittel-Regel ist ein Klassiker der Bildgestaltung: und eine vereinfachte Form des goldenen Schnitts, die dafür sorgt, dass deine Fotos harmonischer und dynamischer wirken. Sie basiert auf der Fotografenregel, dass ein Bild oft ausdrucksvoller ist, wenn das Hauptmotiv nicht exakt in der Mitte liegt, sondern horizontal oder vertikal versetzt angeordnet wird.

So funktioniert die Aufteilung: Stelle dir vor, du ziehst in gleichmäßigen Abständen jeweils zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien durch dein Bild. Dadurch wird das Foto visuell in neun gleich große Segmente unterteilt. Dort, wo sich die Linien kreuzen, entstehen vier Schnittpunkte (Fadenkreuze) im mittleren Bereich des Bildes.

Die Platzierung des Motivs: Nach der Drittel-Regel platzierst du dein Hauptmotiv direkt auf einem dieser vier Schnittpunkte oder lässt es entlang einer der Linien verlaufen. Dadurch befindet sich das Motiv im linken oder rechten Drittel des Bildes, während die restlichen zwei Drittel der Bildfläche als Leerraum frei bleiben. Diese Aufteilung bringt dein Motiv und den umgebenden Raum in ein harmonisches Gleichgewicht und lenkt den Blick des Betrachters sofort auf das Wesentliche.

Anwendungsbeispiele in der Praxis:

Porträtaufnahmen: Hier solltest du die Augen der fotografierten Person auf die Schnittpunkte im linken oder rechten Drittel (auf etwa zwei Drittel der Bildhöhe) legen und die Position der Nase an das Raster anpassen. Bedeckt das Gesicht diese Schnittpunkte, wird die Aufmerksamkeit direkt dorthin gelenkt.

Landschaftsaufnahmen: Fotografierst du beispielsweise eine weite Landschaft, kannst du den Horizont entlang der unteren waagerechten Linie verlaufen lassen. Der Himmel nimmt dann die oberen zwei Drittel des Bildes ein. Ein einzelnes markantes Element, wie etwa ein Baum, lässt sich dann ideal auf einem der seitlichen Schnittpunkte platzieren.

Ein praktischer Tipp zur Umsetzung: Du musst die Linien nicht schätzen. Bei den meisten Handys kannst du in den Kamera-Einstellungen die Raster-Funktion (oder Hilfslinien) aktivieren. Dann wird dir das Neuner-Gitter direkt dauerhaft auf dem Display eingeblendet. Das hilft dir nicht nur bei der Anwendung der Drittel-Regel, sondern auch dabei, den Horizont immer schön gerade zu halten. Diese Regel ist sehr universell und lässt sich für jedes beliebige Seitenverhältnis sowie für Quer- und Hochformate gleichermaßen anwenden.

Lass den Zoom in Ruhe: Verzichte unbedingt auf den digitalen Zoom, bei dem du das Bild auf dem Bildschirm mit zwei Fingern großziehst – das ruiniert die Qualität enorm und das Bild wirkt aufgebläht. Geh stattdessen lieber ein paar Schritte näher an dein Motiv heran oder nutze die verschiedenen Linsen deines Handys.

Typische Kita-Szenen: Wie man Kinder am besten fotografiert

Egal, ob die 3- bis 6-Jährigen gerade hochkonzentriert basteln, gemeinsam ein tolles Theaterstück aufführen oder draußen im Sandkasten spielen – es sind genau diese echten Momente, die für liebevolle Portfolios später so wertvoll sind.

Geh auf Augenhöhe: Fotografiere die Kinder nicht von oben herab. Geh in die Hocke, setz dich auf den Boden oder probiere sogar mal die Froschperspektive aus, bei der du das Handy ganz nah über den Boden hältst. So ziehst du den Betrachter direkt in die Erlebniswelt der Kinder.

Mehr ist mehr: Kinder halten selten still. Mach bei besonderen oder wuseligen Momenten am besten gleich mehrere Bilder hintereinander. So ist die Chance viel größer, dass du genau den einen perfekten, ungestellten Gesichtsausdruck festhältst.

Wichtig: Der Datenschutz: Gerade bei Fotos von Kindern musst du sehr achtsam sein. Wenn du Bilder machst, auf denen Minderjährige das Hauptmotiv sind, brauchst du für die Erstellung und erst recht für eine spätere Veröffentlichung oder Weitergabe zwingend die ausdrückliche Einwilligung der Erziehungsberechtigten.

Drei einfache Techniken für jede Situation

Wenn du diese Grundlagen verinnerlicht hast, kannst du mit drei kleinen Techniken in fast jeder Lebenslage tolle Ergebnisse erzielen:

Fokus per Fingertipp: Verlass dich nicht immer blind auf die Automatik der Kamera, denn die stellt oft einfach das Objekt scharf, das im Vordergrund ist. Tippe stattdessen auf dem Bildschirm direkt auf die Stelle (etwa das Gesicht), auf die du den Fokus lenken möchtest.

Der Porträt-Modus für den Profi-Look: Wenn du möchtest, dass eine Person oder ein Objekt gestochen scharf ist, während der Hintergrund schön weich und verschwommen wirkt (das nennt man Schärfentiefe- oder Bokeh-Effekt), nutze den Porträt-Modus. Das Handy berechnet diese Unschärfe im Hintergrund selbst und lässt dein Motiv dadurch richtig tollhervorstechen.

Probiere das bei der nächsten Gelegenheit einfach mal aus – du wirst sehen, wie schnell dir damit richtig lebendige und schöne Aufnahmen gelingen!